Klimaneutral & Nachhaltig

Als Energieunternehmen wissen wir um unsere Verantwortung im nachhaltigen Umgang mit begrenzten natürlichen Ressourcen. Klimaneutralität und Umweltschutz sind uns in unserem täglichen Handeln sehr wichtig. Daher achten wir gerade bei unseren Heizöl-, Erdgas- und Strom-Produkten darauf, klimaneutrale Alternativen anzubieten. Die wichtigsten Fragen beantworten wir Ihnen auf dieser Seite.

Video zum Thema CO2 Neutralität & Klimaschutz

Was wird unter Klimawandel verstanden?

Seit Beginn der Industrialisierung in Europa ist die Konzentration an atmosphärischen Treibhausgasen auf ein Niveau angestiegen, wie es zuletzt vor 15 Millionen Jahren auftrat. Und das in einem Zeitraum von knapp 170 Jahren.

Der Klimawandel ist eine direkte Folge dieser ständig steigenden Treibhausgaskonzentration. Erste Anzeichen dieses Wandels lassen sich bereits heute als Anstieg extremer Wetterereignisse wie Dürren, oder Überflutungen aber auch an dauerhaften Ereignissen wie dem Abschmelzen der Gletscher der Alpen beobachten.

Bis zu einer durchschnittlichen Erwärmung von maximal +2°C zum Ende des 21. Jahrhunderts gilt der Klimawandel als kontrollierbar. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die globalen Emissionen bis 2050 auf annähernd null reduziert werden. Eine Überschreitung dieser Grenze hätte dramatische Konsequenzen für alle Teile der Welt. Zu den wahrscheinlichsten Folgen für unsere Region zählen die Versteppung weiter Teile Südeuropas (z.B. Italien, Griechenland) und die Zunahme von Starkregen, Starkwinden und langanhaltenden Hitzewellen. Küstennahe Ortschaften und Städte, darunter Hamburg, sind durch den ansteigenden Meeresspiegel bedroht.

Was ist Klimaneutralität?

Klimaneutralität wird dann erreicht, wenn dem Ausstoß von Treibhausgasen auf der einen Seite Emissionseinsparungen in einem anderen Ort gegenüberstehen. Die rechnerische Summe aller Emissionen ist dann „0“. Es geht dabei darum, die globalen Gesamtemissionen nicht zu erhöhen. 

Wie funktioniert die CO2-Kompensation bei z. B. Heizöl oder Strom?

Heizöl ist ein fossiler Brennstoff, der aus Kohlenstoffverbindungen besteht. Durch Verbrennung wird dieser Kohlenstoff zu Kohlenstoffdioxid (CO2) oxidiert und in die Atmosphäre ausgestoßen. Um die Umweltauswirkungen aus dem Verbrauch zu minimieren, kann Heizöl mit Hilfe einen einfachen Mechanismus‘ „CO2-neutral“ gestellt werden. Über den Einkauf von CO2-Zertifikaten (Klimaschutzzertifikate) aus hochwertigen Klimaschutzprojekten wird an anderer Stelle eingespart, was vor Ort ausgestoßen wird.

Klimaschutzprojekte reduzieren dabei nicht nur die Treibhausgasausstoß, sondern sind auch ein wertvoller Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung. Durch den Klimaschutzbeitrag werden moderne Technologien eingesetzt, fossile Brennstoffe vermieden und der Ausbau sauberer und erneuerbarer Energiequellen unterstützt.

Durch den Einkauf des Zertifikates sichern Sie sich Ihre Einsparungen, die Sie dann gegen die Emissionen aus Ihrem Heizölverbrauch anrechnen.  Das Ergebnis ist eine ausgeglichene Klimabilanz. Strom kann auf zwei Arten klimaneutral erzeugt werden. Die direkteste und beste Methode ist der Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen. Sollten Sie sich für den gemischten Netzstrom entscheiden können Sie den darin enthaltenen fossilen Anteil über CO2-Zertifikate neutralisieren. Sie können somit im Nachhinein die Auswirkungen Ihres Stromkonsums ausgleichen.

Was sind Klimaschutzprojekte?

Klimaschutzprojekte haben zum Ziel, über ein ohnehin geplantes Maß zusätzliche Treibhausgase (z.B. CO2, Methan, Lachgas) einzusparen. Folgende Maßnahmen zählen unter anderen dazu:

  • Einsatz moderner Technologien, die klimaschädliche fossile Brennstoffe durch Erneuerbare ersetzen (Wind, Wasser, Solarenergie)
  • Energieeffiziente Technologien mit Einsparungen im Energieverbrauch
  • Aufnahme und Speicherung von bereits emittiertem CO2 in Pflanzen und Bäumen z.B. durch Wiederaufforstung

Die Idee: Projektbetreiber in Entwicklungs- und Schwellenländern investieren in moderne treibhausgassparende Technologien und können damit CO2-Zertifikate generieren. Diese werden dann von Käufern aus entwickelten Industrienationen gekauft.  Damit tragen sie zur Finanzierung und der Umsetzung der Projekte aktiv bei. Nach dem Erwerb der Zertifikate kann der Investor diese stilllegen und die Einsparung auf die eigene CO2-Bilanz anrechnen.

Wie funktionieren die Projekte genau?

Einsparungen durch Klimaschutzprojekte werden häufig gegenüber einem Referenzszenario erwirtschaftet. Das basiert in der Regel auf einer langjährigen Beobachtung der Treibhausgasentwicklung eines Landes. Wenn diese eine jährliche Steigerung der Treibhausgasemissionen um 3 Prozent ausweist, begründet dies den Referenzfall. Zur Illustration ein Beispiel: Der Energiemix eines Landes enthält einen ansteigend fossilen Anteil, weil neue Kohlekraftwerke zur Stromproduktion an das Netz gehen. Die dafür notwendige Technologie ist erprobt und daher vergleichsweise günstig. Planen Projektentwickler stattdessen einen modernen Windpark zu errichten, muss mit höheren Investitionskosten pro Einheit Strom gerechnet werden. Dies macht diese Erzeugungsform ökonomisch vergleichbar unattraktiv und die Investitionsentscheidung dürfte negativ ausfallen. Klimaschutzprojekte versuchen diesen Nachteil durch die Erzeugung und den Verkauf von CO2-Zertifikaten auszugleichen. Diese können die Einnahmen des Projektes erhöhen und gegenüber fossilen Anlagen konkurrenzfähig machen. Wird dann in die CO2-freie Energieerzeugung investiert, so können gegenüber dem Referenzfall zusätzliche Treibhausgase eingespart werden. Die Einsparungen der CO2-Zertifikate werden dem Investor zugeschrieben. 

CO2 Einsparungen kann man nicht sehen oder anfassen. Wie kann ich sicher gehen, dass diese Einsparungen tatsächlich stattgefunden haben?

Alle unsere Projekte sind nach den strengen Regularien des Mechanismus‘ für saubere Entwicklung (CDM) der Vereinten Nationen und darüber hinaus des Gold Standards zertifiziert. Dies beinhaltet die mehrmalige und wiederkehrende Auditierung der Projekte und aller damit verbundenen  Projektbedingungen sowie die Kontrolle der Messgeräte für die erzeugte Energie durch unabhängige Prüfgesellschaften wie beispielsweise dem TÜV. Nur wenn sowohl vor Beginn der Energieproduktion als auch nach einer Produktionsphase sichergestellt werden konnte, dass alle relevanten Kriterien eingehalten worden sind, dürfen CO2-Zertifikate ausgeschüttet werden. Zusätzlich zu den Prüfungen durch Prüfgesellschaften überprüft auch das Klimasekretariat der Vereinten Nationen alle Berechnungen und Dokumente auf ihre Korrektheit.

Welchen Nachweis bekomme ich?

Je nach verwendetem Standard heißen die Zertifikate Certified Emission Reductions (Zertifikate des CDM-Standards) oder Goldstandard-CERs (mit zusätzlicher Gold Standard Zertifizierung).

Um CO2-Zertfikate für den Ausgleich eigener Emissionen nutzen zu können, müssen diese gelöscht werden. Wenn die Menge der Emissionen mit der Anzahl der Zertifikate übereinstimmt, dann gelten Ihre Emissionen als ausgeglichen. Nachweisführung darüber erfolgt über unabhängige Online-Register. Wir stellen sicher, dass alle Emissionen der Kunden von Premium KlimaPlus ausgeglichen werden. Das lassen wir zusätzlich durch den Tüv Rheinland prüfen.

Die Löschung stellt ebenfalls sicher, dass die verbriefte Einsparung nicht ein zweites Mal genutzt werden kann.

Als Nachweis für zu Hause bekommen Sie eine Urkunde,  die ihre Einsparleistung ausweist.

Wie lange läuft ein Klimaschutz-Projekt?

CDM- und auch Goldstandard-Projekte laufen maximal 21 Jahre. Danach werden sie nicht etwa abgerissen, sondern müssen ohne zusätzliche Finanzierung über den Verkauf von CO2-Zertfikaten auskommen.

Wo befinden sich die Klimaschutzprojekte?

Unsere Klimaschutzprojekte basieren auf dem Mechanismus für saubere Entwicklung (CDM). Dieser fördert gezielt den Einsatz klimafreundlicher Technologien in Entwicklungs- und Schwellenländern. Damit wird frühzeitig auf eine saubere Energie gesetzt und die Nutzung fossiler Quellen reduziert. Außerdem sollen Einsparungen dort realisiert werden, wo sie am günstigsten sind. Global betrachtet ist dies in Entwicklungs- und Schwellenländern der Fall. Unsere Klimaschutzbeiträge fließen dabei z. B. in Projekte in Costa Rica und Indien.

Gibt es auch Projekte in Deutschland?

Einsparungen zu zertifizieren und nach dem Vorbild des CDM zu verkaufen ist in Deutschland nicht möglich. Deutschland hat sich im Rahmen internationaler Verträge zu Treibhausgaseinsparungen verpflichtet. Diese werden über den Emissionsrechtehandel realisiert.

Was bringen Klimaschutzprojekte hier und jetzt?

Klimaschutzprojekte reduzieren nicht nur globale Treibhausgasemissionen, sondern tragen ganz unmittelbar zur Verbesserung der Lebensumstände der anliegenden Bevölkerung bei. Dies reicht vom Bau von Schulen, Geschäften oder Spielplätzen in kleinen Ortschaften bis hin zur Elektrifizierung ganzer Landstriche. Darüber hinaus werden sowohl während der Bauphasen als auch während des Betriebes der Anlagen Arbeitsplätze geschaffen. Besonders nachhaltige Projekte können dann durch den Gold Standard zusätzlich zertifiziert werden.

Kann man die Projekte besuchen?

Ja. Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Projektpartnern und können jederzeit Reisen organisieren.


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